DE-1992-JUD-NL-STE Nachlass Paul Stern, 1893-1929 (Bestand)

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Title:Nachlass Paul Stern
Creation date(s):1893 - 1929
Level:Bestand

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Verwaltungsgeschichte, Biografische Angaben:Dr. Paul Stern hatte Ende der 1880er Jahre Philosophie an der Kgl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin studiert. Er war vermögend und führte ein Leben als Privatgelehrter. In der Einbürgerungsakte (Stadtarchiv München) erscheint er als "Kunstgelehrter". Er war ein langjähriger enger Freund von Lotte Pariser, die wiederum seit ihrer Jugend mit Edith Cassirer (1886-1982), der späteren Ehefrau des Reformpädagogen Paul Geheeb, befreundet war. Vergeblich bemühte sich Lotte Pariser um eine gemeinsame Emigrationsmöglichkeit für sich und Paul Stern. Da sie den betagten Freund nicht alleine in Deutschland seinem Schicksal überlassen wollte, versäumte sie ihre eigene Emigration und wurde im Juni 1942 nach Theresienstadt und von dort aus am 28.10.1944 mit Transport Nr. 1952 nach Auschwitz in den Tod deportiert. Dr. Paul Stern verübte vier Tage nach Lotte Parisers Deportation Suizid (Schlafmittelvergiftung; Motiv lt. polizeilichem Register: "Umsiedlung") . Bereits am 21.05.1942 war er in der "Arisierungsstelle" von den Gestapo-Beamten Schrott und Mugler misshandelt worden. Paul Sterns Nachlasspfleger war der Rechtsanwalt Dr. Hugo Rothschild.

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Former reference codes:JUD-V-082

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Veröffentlichungen:https://gedenkbuch.muenchen.de/index.php?id=gedenkbuch_link&gid=2317 (Gedenkbuch der Münchner Juden)
 

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End of term of protection:12/31/1959
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Accessibility:Öffentlich
 

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URL: http://stadtarchiv.muenchen.de/scopeQuery/detail.aspx?ID=685816
 
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